Cadet Carter: Tour Tagebuch Teil I

So ein Tour-Bus ist schneller voll, als man denkt. Schlagzeug, Bass, Gitarren, Verstärker, und 5 Mann – vier Musiker und ein Roadie – machen so einen Ford viel kleiner, als er ursprünglich gewirkt hat. Was dann folgt, ist genau das, was sich Nicht-Musiker unter „glamourösem Tourleben“ vorstellen: Enge, Hitze, Kälte, diverse Körperausdünstungen – alles dabei auf unserem Weg von München nach Köln, wo wir heute Abend die erste Show unserer kleinen Tour mit ROAM und STAND ATLANTIC spielen.

Um 16.30 Uhr kommen wir im MTC an, die charmante halbe Stunde Verspätung inklusive – und wir sind trotzdem die erste Band, die sich im Club sehen lässt. Doch nur kurze Zeit später treffen auch die Jungs von ROAM ein und es beginnt der Teil eines Konzertabends, der immer – aber wirklich immer – gleich abläuft: Aufbauen, mit den anderen Bands abhägen, ausschnapsen, welches Equipment man zusammen benutzt, um Umbauzeit zu sparen, und so weiter. Mittlerweile sind auch die Jungs (und das Mädel) von Stand Atlantic eingetroffen. Und ehe man sich versieht, ist es halb 8, und man steht zum Soundcheck auf der Bühne. Der sollte idealerweise gut und schnell laufen: Draußen vor dem MTC sitzt schon eine Gruppe PopPunk-motivierter Girls in ROAM-Shirts(auch dabei: A Day To Remember, Blink 182 und auch die Uncle-M-Kollegen Muncie Girls),die den Einlass kaum noch erwarten können. Also schnell gecheckt und im kleinen, aber feinen Backstage des MTC verschwunden. Als wir um 20.30 die Bühne betreten, ist das MTC gut gefüllt – die ersten Reihen aber sehen aus, als wäre der ganze Laden proppevoll: Auf uns wartet eine nicht kleine Gruppe von Leuten, die vom ersten Song an mitmacht. Spätestens beim dritten Song „Loose End“ singen sie dann auch noch so laut mit, dass man sich ein Grinsen nicht mehr verkneifen kann. Und das, obwohl unsere Gitarren heute Abend nicht gerade in bester Stimmung sind.

Aber irgendwann haben wir auch dieses Problem im Griff und freuen uns nach jedem Song über die Reaktion des Publikums. Köln ist heute Abend offen für neue Musik – und ein paar haben wohl auch unsere Single CAR PARK SONG vorab gehört und erweisen sich als erstaunlich textsicher. Der ideale Start für die kleine 3-Konzerte-Rutsche mit STAND ATLANTIC, die nach uns dran sind und neben Songs ihrer EP mit einem Foo Fighters-Cover überraschen, und ROAM, denen man zwar anmerkt, dass sie seit Monaten auf Tour sind, die aber ihre Lust und Spielfreude nicht im Geringsten verloren haben. Wiederholung heute Abend im Headcrash Hamburg.

About the author

Sven

OWNER

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.