Four Year Strong – 01.05.2016

Christian 5. Mai 2016 0
Four Year Strong – 01.05.2016

Nach über vier Jahren sind Four Year Strong zurück in Europa. Mit dabei im Gebäck: ein neues Album, Aushilfen an Bass und Schlagzeug und viel Vorfreude auf Europa. Sänger und Gitarrist Alan Day hat sich in Köln die Zeit genommen um uns ein paar Fragen zu beantworten.

Dies ist eure erste Europa Tour seit über vier Jahren, habt ihr es vermisst hier zu sein?

Yeah! Wir haben nie viele Touren in Europa gespielt, da gab es eigentlich nur die Eastpak Antidote Tour 2009 mit Alexisonfire und Anti-Flag, sowie unsere Headline Tour Anfang 2012 mit A Loss For Words. Es macht uns immer Spaß hier, wir haben es vermisst und freuen uns fortzuführen, was wir hier begonnen haben und eine -hoffentlich- wachsende Fan Gemeinschaft in Europa zu bekommen.

Nun ist es so, dass ihr ohne euren Schlagzeuger Jack und ohne euren Bassisten Joe die Tour spielen müsst, da die beiden es mit ihrem Privatleben nicht vereinbaren konnten. Wie fühlt es sich an?

Es ist komisch. Unser erstes Konzert mit Joe war am Groezrock Festival. Schade, dass er diesmal nicht mitspielen konnte. Für Jack springt häufiger mal jemanden ein, wenn er mal kein Konzert spielen kann. Aber wir haben noch nie eine ganze Tour mit Ersatz gespielt. Trotzdem wird die Tour gut.

Wie du bereits erwähnt hast, habt ihr auf dem Groezrock Festival in Belgien gespielt. Am Freitag standet ihr auf der Hauptbühne, gestern gab es dann einen intimen Acoustic-Gig. Jetzt ist es so, dass Bands wie beispielsweise Neck Deep VIP Tickets für ihre Konzerte verkaufen. Dort haben die Fans die Möglichkeit gegen einen Aufpreis einer Acoustic Session vor dem eigentlichen Konzert beizuwohnen. Könntest du dir so etwas bei Four Year Strong vorstellen?

Klar, wir haben das auch schon in Amerika gemacht, hier leider noch nicht. Aber wir würden es gerne machen! Ich finde das gut.

Neben der „Go Down In History“-EP ist das neue Self-Titled Album die erste Studioveröffentlichung seit 2011. Wie lief der Aufnahme Prozess ab, habt ihr euch zusammen ins Studio gesetzt und die Songs gemeinsam geschrieben, oder kam jeder mit seinen Ideen um die Ecke und der Rest hat diese dann nur noch ausgearbeitet?

Die Songs wurden alle von Dan und mir geschrieben bevor wir ins Studio gegangen sind. Dort haben wir nur noch Kleinigkeiten geändert. Joe und Jack haben sich zwar auch eingebracht, aber nur im kleinen Rahmen. Produziert wurde das Album dann von Kurt Ballou, dem Gitarristen von Converge. Mit ihm zu arbeiten war wirklich eine wunderbare Erfahrung!

Eure neues Album erinnert wieder an die alten Sachen, vom „In Some Way, Shape, or Form“-Sound wurde wenig mitgenommen. Was war der Grund dafür sich wieder am alten Sound zu orientieren?

Die Leute mögen „In Some Way, Shape, or Form“ nicht, wir mögen es aber (lacht). Ich denke in Europa wurde es besser aufgenommen als in Amerika. In Amerika war es überhaupt nicht beliebt und dies herauszufinden war auch keine schöne Erfahrung. Das war einer der Gründe wieso wir eine Pause vom Touren und Musikaufnehmen eingelegt haben. Wir haben Zeit mit der Familie verbracht, uns mal um uns gekümmert und die Musik hinten angestellt. Dann haben wir uns wieder getroffen und begonnen die Musik für die „Go Down In History“-EP zu schreiben, wir haben nicht drüber nachgedacht, wie wir es angehenden sondern einfach gemacht. Es hat sich natürlich angefühlt. Als wir an „In Some Way, Shape, or Form“ gearbeitet haben waren wir von uns selbst gelangweilt, gelangweilt davon Four Year Strong zu sein. Wir wollten was anderes machen und nachdem wir jetzt die Pause hatten fühlt es sich richtig an wieder Four Year Strong zu sein. Deshalb haben wir uns auch wieder am „Enemy Of The World“-Sound orientiert.

Für viele Leute ist „Rise Or Die Trying“ DAS Easycore Album, würdest du zustimmen?

Ohh, ich glaube…schon (lacht). Aber Easycore ist auch ein merkwürdiger Begriff, der erst in den letzten Jahren aufgetaucht ist. Wir haben das Album ja nicht gemacht um ein Easycore Album zu machen. Wir haben einfach die Musik gespielt und aufgenommen, die wir zu diesem Zeitpunkt machen wollten.

Stell dir vor, du müsstest eure Musik jemandem beschreiben, der noch nie von euch gehört hat, was würdest du ihm dann sagen?

Das ist eine schwere Frage. Ich denke ich würde sagen: „Es ist Punkmusik“, denn das ist es, was es für mich tief im Kern ist. Es ist Punkrock. Mit Metal und Hardcore Einflüssen. Pop-Punk mit Rock… Es ist wirklich schwer zu beschreiben. Bleiben wir bei Punk!

Jeder Mensch hat ein Album in seinem Leben, welches ihn geprägt hat. Welches ist deins?

Saves The Day „Through Being Cool“ Es ist ein großartiges Album und hat mich zu dem gemacht was ich bin. Der Einfluss dieses Albums hat mich dazu gebracht Four Year Strong zu starten. Und diese Band hat mein Leben verändert. Ich bin jetzt 15 Jahre in dieser Band und reise mit ihr um die Welt. „Through Being Cool“ hat mein Leben verändert.

Ihr habt mit sehr sehr sehr vielen Bands in der Vergangenheit gespielt, aber gibt es eine Band, mit der ihr nie gespielt habt, aber es sehr gerne mal würdet?

Ich würde furchtbar gerne mal mit den Foo Fighters spielen. Zum einen weil ich die Band sehr mag und zum anderen weil dort eine menge Leute hingehen, vor denen man spielen könnte.

Was können wir in Zukunft von Four Year Strong erwarten?

Wir werden neue Musik machen. Es gibt zwar noch keine konkreten Pläne, aber sie wird kommen. Nächstes Jahre werden wir noch Touren, dabei Musik schrieben und vielleicht zwischendurch mal etwas veröffentlichen.

Viele Dank für das Interview!

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