New Deadline

Viele werden „New Deadline“ aus Finnland vermutlich noch nicht kennen und auch wir sind eher zufälligerweise über das Quartett aus Lahti gestolpert. Dennoch hat uns das neue Album „To Hope“ so gut gefallen, dass wir mehr über die Band erfahren wollten. Viel Spaß beim lesen!

Vermutlich kennen euch viele unserer Leser noch gar nicht, stellt euch doch bitte mal vor und gebt uns eine kleine Zusammenfassung darüber, was man wissen muss.

Gerne doch! Wir sind „New Deadline“ aus Lahti, Finnland. Eine Stadt die fürs Skispringen bekannt ist. Wir spielen dynamischen und melodischen Punk Rock der irgendwo zwischen „Taking Back Sunday“, „My Chemical Romance“, „Rise Against“ und „Funeral For A Friend“ verankert ist. Jonas singt, Eemeli spielt Schlagzeug, Markus Gitarre und Lauri Bass. Unser Debut Album „Remember“ erschien 2015 über „Redfield Records“ und seitdem haben wir mehr Shows in Europa und Finnland gespielt, als wir zählen können.

Ihr habt „To Hope“, euer zweites Album, in einer Kabine im Wald statt in einem Studio aufgenommen. Warum?

Wir haben diese Entscheidung schon getroffen, als wir „To Hope“ geschrieben haben. Wir hatten soviel Zeit in dieses Album investiert und wollten sicher gehen, dass wir am Ende auch hundertprozentig damit zufrieden sein werden. In ein teures Studio zu gehen, in dem wir einen straffen Zeitplan gehabt hätten, erschien uns also falsch. Also war das Album DIY und stressfrei aufzunehmen der richtige Weg für uns!

Was sind denn die Vor- und Nachteile wenn man ein Album im Wald statt in einem Studio aufnimmt?

Eigentlich gibt es fast nur Vorteile. Niemand hat uns gestört, wir konnten aufnehmen wann immer wir wollten und hatten eine Sauna! Das einzig negative war es ein Studio in einer Hütte einzurichten, aber wir haben gar nicht zu viel darüber nachgedacht und am Ende klingt ja auch alles ziemlich gut.



Eure Musik wird von vielen unterschiedlichen Bands beeinflusst. Welche Künstler müsste man beim schreiben von „To Hope“ nennen?

Früher haben wir alle die gleichen Bands gehört, aber mittlerweile präferiert jeder verschiedene Genre’s. Sowohl Folk als auch elektronische Musik oder Rap, Pop, Hardcore und Punk haben interessante Element welche uns zu neuen, musikalischen Ideen führen. Wenn wir proben treffen alle großartigen und schlechten Ideen aufeinander und heraus kommt unser Sound. Aber wenn wir ein paar Bands nennen sollen: „Of Monsters and Men“, „Bruce Springsteen“, „The Xcerts“, „Ariana Grande“, „I Am The Avalanche“ and „Refused“.

Viele Bands sind thematisch sehr düster geworden. Was bei Dingen wie Donald Trump’s Politik, dem Brexit oder nationaler Abschottung kein Wunder ist. „To Hope“ sticht jedoch mit seinen positiven Texten heraus. Kannst du mir mehr zu den Texten erzählen? Wieso ist es so wichtig Hoffnung zu haben?

Eine positive Einstellung entfacht Kreativität und wir hoffen mit diesem Album Leute inspirieren zu können. Vielleicht hilft es jemandem der gerade eine schwere Zeit hat oder es animiert Menschen die nächste Person einfach einmal anzulächeln. An das Gute zu glauben und nicht aufzugeben muss mehr in den Fokus gerückt werden. Auf „To Hope“ gibt es natürlich auch Songs die nicht so positiv sind, aber wenn du dich mit ihnen beschäftigst wirst du vermutlich auch dort etwas finden womit du dich identifizieren kannst.

Ihr habt das Video zu „Rainy Days“ mit der Nachricht geteilt „Egal ob es regnet oder die Sonne scheint, nimm es mit einem Lächeln und tanz.“ Was macht ihr um positiv zu bleiben?

Verbringe Zeit mit deinen Freunden und deiner Familie. Nimm dir aber auch Zeit für dich und finde Dinge die dich inspirieren. Denk daran ab und zu auch mal einen Spaziergang durch den Wald zu machen. Und sei nett zu anderen Menschen, das ist das wichtigste.

Zuletzt seid ihr im Februar in Deutschland auf Tour gewesen. Würdest du dem Klischee zustimmen, dass Deutsche negativ eingestellte Menschen sind?

Auf gar keinen Fall! Wir lieben es nach Deutschland zu kommen, gerade wegen der Leute! Unserer Erfahrung nach sind Deutsche sehr gastfreundlich und nett. Wir genießen es nach Shows abzuhängen und mit den Leuten dort zu reden. Deutsche sind nämlich nicht zu schüchtern auf uns zu zukommen und hallo zu sagen.



Wir sind immer auf der Suche nach neuen Bands, welche finnischen Musiker sollten wir uns mal anhören?

Es gibt zwei sehr coole Bands, mit denen wir unsere Releasesshow in Helsinki gespielt haben: „Founding Neverland“ und „Block of Flats“. Und unsere Freunde von „Van Dammes“ und „One Hidden Frame“ sind großartig, hör mal rein!

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